Bericht des Fachberaters vom 11. Mai 2017

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Die Blütenpracht der Frühlingsblüher ist vorbei. Die duftende Blütenfülle unserer Obstbäume hat eine späte Kälte mit Schnee über Nacht verweht.

Erste Fruchtansätze lassen uns dennoch auf eine gute Ernten hoffen, wenn uns unerwartete Wiedernisse in Form von Schädlingen aller Art nicht einen Strich durch unsere Rechnung machen.

Jetzt sind die Fruchtstände bei Tulpen und Narzissen zu entfernen um eine Samenbildung zu unterbinden. Die Zwiebel von abgeblühten Zwiebelpflanzen ausgraben und eingeschlagen an schattiger Stelle einziehen lassen.

Frühlingsblühende Ziersträucher werden nun zurückgeschnitten, so dass man sich im nächsten Jahr an der Blütenpracht der einjährigen Triebe erfreuen kann.

Nach den Eismännern, die erfahrungsgemäß mit Nachtfrösten überraschen, können Sommerblumen ins Freiland gepflanzt werden.

Aufmerksamkeit widmen wir auch unseren Apfelbäumen wegen Mehltau.
Befallene Triebe bis ins gesunde Holz zurückschneiden. Birnbäume auf Birnengitterrost untersuchen. Bei ersten orangefarbenen Tupfern ist eine Spritzung zum Beispiel mit Duaxo von Compo angezeigt.

An der Marille, die Wetterbedingt sehr unterschiedliche Fruchtansätze brachte, zeigt sich leider schon vereinzelt Triebspitzendürre. Auch hier gilt es, bis in das gesunde Holz zurückschneiden.
Ob bei unserer Zwetschke die Bekämpfung gegen die Pflaumensägewespe, die heuer nicht so stark aufgetreten ist, oder die Narren- oder Taschenkrankheit erfolgreich war, werden wir erst später sehen können.

Vertikutieren sollte erst nach dem zweiten oder dritten Rasenschnitt erfolgen. Durch Einstreuen von Quarzsand wird der Boden gelockert.

Für Düngung mit Stickstoff, Ausbesserung und Nachsaaten ist jetzt die richtige Zeit.
Wichtig zu beachten bei Nachsaaten ist vor allem das gleichmäßige und regelmäßige Bewässern. Die eingeleitete Keimung der Grassamen durch ausreichende Feuchthaltung kann nicht mehr gestoppt werden. Und ein späteres Austrocknen führt unwiderruflich zum Absterben der jungen Pflanzen.

Wichtig ist das regelmäßige Mähen des Rasens. Etwa einmal wöchentlich. Die Schnitthöhe sollte zwischen 3,5-5 cm liegen. Doch das sind individuelle, persönliche Erfahrungswerte, die vor allem von der Witterung abhängig sind.

Auch unser Gemüse darf jetzt nicht zu kurz kommen. Für die Aussaat von Stangenbohnen ist jetzt die richtige Zeit. Auch Paradeiser-, Salat-, Sellerie- und Kohlrüben Pflänzchen aussetzen. Bei Erbsen ist auf die Fruchtfolge zu achten.

Die Anbauphase zwischen zwei Erbsenkulturen am gleichen Standort sollte mindestens 2-3 Jahre betragen, da ansonsten verschiedenste Welke Krankheiten zu Ausfällen führen können.

 

Dieser Bericht wurde mit freundlicher Genehmigung von der Website des KGV Spallart übernommen