Bericht des Fachberaters vom 12. April 2018

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Jetzt ist er da, der lange ersehnte Frühling. Zuvor gab es noch ordentliche Nachtfröste. Die sind hoffentlich vorbei. Jetzt geht alles ganz schnell mit dem Blühen in unseren Gärten.
Und über Nacht verwandeln sich unsere Gärten, wie jedes Jahr in ein duftendes Blütenmeer.

Zugleich beginnt auch die Arbeit in unseren Gärten. Denn nicht alles was da sprießt wollen wir in unserm Garten haben.
Also werden unsere Beete schon fleißig bearbeitet und von allerlei Unkraut befreit.
Eventuell aufgetretener Schneeschimmel in den Wiesen bedarf einiger Anstrengungen, um langsam wieder ansehnliche Rasenflächen zu erhalten. Erste Düngegaben für unseren Rasen sollten wir bereits erledigt haben, empfohlen wird eine Stickstoffdüngung mit N27 Nitramoncal. Leider ist dieser Dünger nur in großen Gebinden zu 25Kg erhältlich. Preis ca. 1,– EURO pro Kg.

Die Gräser können sich nun langsam aus ihrer Winterruhe entwickeln.

Für ein eventuelles Vertikutieren sollte besser bis nach dem zweiten Rasenschnitt gewartet werden,
da sich bis dahin die durch den Winter geschwächte Grasnarbe gefestigt hat.
Vertikutierte Grasflächen benötigen etwas Quarzsand zur Verbesserung des Bodens. Es lockert den Boden auf und sorgt mit gesundem Bodenklima für gutes Wachstum unserer Gräser.

Doch nun zu unseren Obstbäumen. Letzte dürre Äste und übersehene Fruchtmumien unbedingt noch entfernen. All zu wild treibende Kernobstbäume können noch geschnitten werden. Wundverschluss nicht vergessen. Den jährlichen Schnitt bei den Pfirsichbäumen sollten wir ebenfalls in Angriff nehmen. Die Kronen müssen jährlich zurückgeschnitten werden, um einerseits das Verkahlen der Äste zu vermeiden, anderseits die Fruchterträge für das kommende Jahr sicherzustellen. Der Schnitt kann auch noch während der Blüte geschehen.
Bei Neupflanzungen von Obstbäumen sind einige wichtige Kriterien zu beachten.
Neu zu setzende Obstbäume müssen so tief gepflanzt werden, wie sie in der Baumschule gestanden sind. Zu beachten ist jedenfalls, dass die Veredlungsstelle ca.10 cm aus der Erde herausragt. Wichtig ist auch das Einsetzen eines Pfahles vor Einbringen des Baumes in die Pflanzgrube. Und holen unser Pflanzmaterial nur aus einem wirklich guten Garten Fachbetrieb.

Wenn das Treiben und Blühen in unseren Gärten in dieser Geschwindigkeit weitergeht, so werden unsere Kirschen-, Pfirsich- und Marillen Bäume in der nächsten Zeit blühen. Und wenn sie erst einmal zu blühen beginnen, dann erwarten uns neue Herausforderungen. Blütenmonilia und Triebspitzendürre bedrohen unsere Steinobstgehölze. Eine 2-3malige Spritzung mit einem zugelassenen Pflanzenschutzmittel wie Baycor M, bei beginnender, voller und abwelkender Blüte kann dagegen helfen. Öfter deshalb, weil nicht alle Blüten zur gleichen Zeit geöffnet sind, und der Moniliaerreger über die Narben in die Pflanze eindringt.

Wer im vergangenen Jahr an der Zwetschke starken Befall durch die sogenannte Narren- oder Taschenkrankheit hatte, sollte vorbeugen. Da auch hier die Infektion vermutlich über die Narben erfolgt, ist eine Spritzung ebenfalls mit Baycor M wie erwähnt angezeigt. Vielleicht können wir so diesen Infektionen einiges entgegensetzen.

Unsere Kübelpflanzen können wir langsam durch Frischluft abhärten.
Die Übersiedlung Mitte Mai dürfte dann keine allzu großen Probleme mit sich bringen.

Ideal ist nun auch das Setzen von diversen Stauden in unsere Beete oder Steingärten. Hat der vergangene Winter doch auch hier mehr oder weniger große Schäden angerichtet.
Und das Angebot in vielen Gartenbetrieben ist ja wie immer reichlich.

Was wir auch planen, es sollte die Freude bestärken ein Kleingärtner zu sein. Gutes Gelingen und viel Erfolg, das wünschen die Fachberater.

Dieser Bericht wurde mit freundlicher Genehmigung von der Website des KGV Spallart übernommen