Bericht des Fachberaters vom 9. März 2017

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Die kältesten Tage habe wir voraussichtlich überstanden. Dafür beschert uns diesmal das Wetter die heftigsten Winde.

Die ersten Frühlingsboten haben sich angekündigt. Schneeglöckchen, Primeln und Winterlinge setzen die ersten bunten Tupfen in die noch ruhende Natur.

Vögel, unsere braven Helfer, die wir hoffentlich alle gut durch den Winter gefüttert haben, werden nun schon etwas munterer. In der warmen Mittagssonne lassen sie uns, anfangs noch eher zaghaft, an ihrem frühlingshaften Gezwitscher teilhaben.

Und wieder einmal beginnt für uns die Gartenarbeit. Noch nicht sehr viel, aber schon wichtig.

Unser Rasen soll von altem Laub und anderen abgestorbenen Dingen befreit werden. Eine erste Düngergabe kann nun ausgebracht werden. Dabei ist darauf zu achten, daß das Streugut gleichmäßig verteilt wird, da ansonsten mit unregelmäßigem Austrieb zu rechnen ist.

Der Baumschnitt kann nun beim Kernobst fortgesetzt werden. Eine Austriebsspritzung gegen überwinternde Schädlinge wird in den nächsten Tagen durchgeführt. Diese Spritzung ist bei der Magistratsabteilung angemeldet und wird durch eine dafür berechtigte Firma durchgeführt. Dies geschieht anlagenweit, da nur so eine optimale Wirkung möglich ist.

Nochmals erwähnt werden soll die rigorose Entfernung der vom Vorjahr hängen gebliebenen „Fruchtmumien“. Wobei diese Mumien keinesfalls am Komposthaufen landen sollen, sondern mit dem Restmüll entsorgt werden. Nur so können die Sporen dieser Mumien wirklich restlos beseitigt werden und keinen Schaden mehr anrichten.

Neupflanzungen von Obstbäumen können an frostfreien Tagen vorgenommen werden.

Rosen sollen nun grob gekürzt werden. Abhäufeln und der endgültiger Rückschnitt erfolgt erst später, wenn der Blattaustrieb ersichtlich ist.

Auch an unsere Koniferen ist wieder zu denken. Ihnen schadet weniger der Frost, aber die winterliche Trockenheit. Und dieser Winter war wahrlich recht niederschlagsarm. Trockenschäden zeigen sich erst recht spät im Jahr und meist ist dann die Überraschung recht groß.

Bei feuchter Witterung ist die Gefahr des Befalls von Kirschen, Weichseln und vor allem Ma- rillen durch die Sporen der Monilia besonders groß. Sobald die ersten Blütenspitzen sichtbar werden, ist diese Pilzkrankheit zu bekämpfen (z. B. Baycor). Dabei wäre eine Spritzung in die Vor-, Haupt- und Nachblüte am Wirksamsten, da ja nicht alle Blüten zur gleichen Zeit geöff-net sind. All diese Spritzungen sollten in tropfnasser Benetzung erfolgen. Nur so wird eine optimale Wirkung zu erzielen sein.

Frühbeete können nun angelegt werden und eventuelle Aussaaten sind je nach Witterung möglich. Unsere Kübelpflanzen können wir an warmen Tagen langsam ans Freie gewöhnen. Ebenfalls wird jetzt allmählich auch kräftiger gegossen.

Futterkästen für Vögel sind zu entfernen. Falls nicht bereits geschehen: Nistkästen säubern und für unsere fleißigen Gartenhelfer aufhängen. (Katzensicher!!!)

Voll Elan wollen wir die vor uns liegenden Arbeiten frohen Muts bewältigen.

 

Dieser Bericht wurde mit freundlicher Genehmigung von der Website des KGV Spallart übernommen.